Archiv für Dezember 2010

Ein einzelnes Schicksal: Ilmie Sulejmansovski

Nach der Kundgebung für Bleiberecht am 22. Dezember 2010 in Tübingen stand die 38jährige Ilmie Suleymanovsky freundlicherweise für ein kurzes Interview zur Verfügung. Sie und ihre Familie gehören zu den von Abschiebung bedrohten Roma aus Mazedonien.
Das Schwäbische Tagblatt hat sie und ihre Familie kürzlich in einem Artikel porträtiert.
Die Antworten von Frau Suleymanovsky sind nicht genau wortgemäß, aber sinngemäß wiedergegeben. (mehr…)

Flüchtlings- und Romaorganisationen warnen: Druck auf Balkanstaaten begünstigt Rassismus

Roma in Serbien und Mazedonien klagen zu Recht über unwürdige Lebensbedingungen

Die Flüchtlingsräte, PRO ASYL und Chachipe und weitere Unterstützer begrüßen die Aufhebung der Visumspflicht für BürgerInnen Bosnien-Herzegowinas und Albaniens in den Schengen-Vertragsstaaten, die am 15. Dezember 2010 in Kraft getreten ist. Sie bildet einen wichtigen Schritt in der Annäherung dieser beiden Staaten an die Europäische Union. Um so mehr sind wir über die Vorbehalte besorgt, die der Rat der Europäischen Union anlässlich seiner Entscheidung am 8. November formuliert hat.

Stop deportation
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Lautstarke Kundgebung gegen Abschiebung am 22.12. in Tübingen

Kundgebung in Tübingen
Am 22. Dezember 2010 versammelten sich vor dem Rathaus in Tübingen etwa 50 Menschen, um gegen die drohende Abschiebung von Roma nach Mazedonien zu protestieren. Aufgerufen hatte das „Bündnis gegen Abschiebehaft Tübingen“ und das Anwaltsbüro Oswald/Spindler. Unter den Protestierenden waren auch Angehörige von drei betroffenen Roma-Familien aus Mazedonien, die derzeit in Karlsruhe und Weilheim wohnen. (mehr…)

Colorful but colorblind

Introduction

It is generally thought that the Roma journey westward started in India more than a thousand years ago, though the group didn‘t appear in Europe until the fourteenth century. Estimates on the number of Roma in Europe today range between ten and twelve million, with most living in Central and Eastern Europe in conditions of social deprivation and often facing outright discrimination. The scant historical records on the Roma people and its dispersion through much of the continent account for centuries of negative stereotyping-and sometimes romanticizing-that portrays Roma as nomadic, mythical and exotic people who neither fit in, nor belong.

This project seeks to counter these age-old prejudices with twenty-five stories featuring personal insights into the daily lives of Roma people. Colorful but Colorblind, uses multimedia storytelling to promote social integration of Roma in Bulgaria, the Czech Republic, Hungary, Romania and Slovakia. The stories journey into Roma life in some of the newest EU member states, exploring contemporary Roma identities and culture and obstacles that Roma communities face in achieving equality. The stories were produced by teams comprising Roma and majority-community journalists from these countries in collaboration with graduate students from the School of Communication at the University of Miami.

Tihomir Loza
Project Director

-> Colorful but colorblind

„Im einstelligen Bereich“

Heiligenhaus. Binnen weniger Wochen hat sich die Zahl der Asylsuchenden in der Nachbarstadt Essen verdoppelt: 200 Roma kamen aus Serbien und Mazedonien. In Essen prüft man nun, bereits geschlossene Übergangsheime wieder zu reaktivieren. „Von so einer Situation kann bei uns absolut keine Rede sein“, erklärt Jörg Saborni, Leiter Soziales in der Heiligenhauser Stadtverwaltung. (mehr…)

Ewige „Sündenböcke“

Nach wie vor sind Roma rassistischen Ressentiments und gewalttätigen Übergriffen ausgesetzt – besonders in osteuropäischen Staaten.

Bis zu 500 000 Sinti und Roma fielen dem Rassenwahn der Nazis zum Opfer. Die als „Zigeuner“ beschimpfte Volksgruppe ist heute mit acht Millionen die größte Minderheit in Europa – und wird vielerorts drangsaliert. Besonders in Osteuropa müssen die Roma häufig als „Sündenböcke“ für Krisen jeder Art herhalten und sind rassistischen Übergriffen und Gewalttaten ausgesetzt. Rechtsextreme Parteien schüren die Stimmung, hetzen gegen die „Zigeuner“, rufen verbal und manchmal auch konkret zu Gewalt auf. Bnr.de beleuchtet die Situation in verschiedenen osteuropäischen Staaten: (mehr…)

Basescu denounces Roma bill

By Neil Buckley, Eastern Europe Editor

13/12/2010 – Traian Basescu, the Romanian president, has denounced a bill before the country’s parliament to rename the country’s 1.5m Roma minority internally as “Tigani”, or gypsies, saying he would refuse to sign it into law.
The controversial bill, put forward by Silviu Prigoana, a member of the centre-right PDL party that is the biggest in Romania’s two-party coalition, would ban Romanian institutions from using the word Roma. It would replace it with a word meaning “gypsies”, but which is seen as having negative connotations in Romanian. (mehr…)

Warum das Zigeunerleben nicht lustig ist

Interview mit Joachim Krauß, Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin

BERLIN, 10. Dezember 2010 (ZENIT.org).-Deutschland will tausende Roma in den Kosovo abschieben. Doch dort sind sie schlimmen Schikanen ausgesetzt. Wieso Sinti und Roma so wenig Schutz erfahren und sich alte Vorurteile immer noch halten, erklärt Joachim Krauß vom Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin. Frankreich hat Roma-Siedlungen gewaltsam räumen lassen und die Bewohner abgeschoben. Bis heute sind der allgemeinen Empörung darüber keine konkreten Taten gefolgt. Im Gespräch spricht der Neuen Stadt spricht Joachim Krauß über Vorurteile, Integrationspolitik und die Lage der Sinti und Roma bei uns. (mehr…)

Nazi-Magazin „Zuerst!“ hetzt gegen Roma

Das seit Ende 2009 in Nachfolgerschaft zu dem faschistischen Traditionsblatt „Nation+Europa“ erscheinende Hochglanz-Magazin „Zuerst!“ aus dem extrem rechten Verlagsimperium von Dietmar Munier hetzt in seiner Dezember-Ausgabe unter der Überschrift „Lohnender Kurztripp“ gegen osteuropäische Roma.
Zuerst! hetzt gegen Roma

Situation der Roma auf dem Balkan

Der Deutschlandfunk hat am 13. August 2010 in seinem Format „Tag für Tag“ über die Situation der Roma auf dem Balkan vor dem Hintergrund der deutschen Abschiebepraxis berichtet. Der Beitrag kann auf den Seiten des Senders nachgehört bzw. heruntergeladen werden (MP3)

Quelle: Eurorex
Stand: 13.08.2010