Archiv der Kategorie 'Bulgarien'

Bulgariens neue Regierung: Pakt mit den Ultrarechten

Im ärmsten EU-Land regiert neu die prowestliche Gerb-Partei mit den Vereinigten Patrioten. In deren Reihen tummeln sich islamophobe und fremdenfeindliche Scharfmacher.

Erstmals nehmen in Bulgarien Repräsentanten der radikalen Rechten Einsitz in einem bulgarischen Kabinett. In der Regierung von Bojko Borisow erhalten die Vereinigten Patrioten zwei Vizeregierungschef-Posten sowie die Ministerressorts für Verteidigung und Wirtschaftspolitik. Borisows bürgerliche Gerb-Partei hatte in der vorgezogenen Parlamentswahl vom 26. März lediglich 95 von 240 Mandaten gewonnen. (mehr…)

Clashes at Anti-Roma Rally in Radnevo, Bulgaria

Several policemen and protesters have been injured during clashes at an anti-Roma rally in the southern town of Radnevo that was held after an alleged assault by Roma men on ethnic Bulgarians

Three policemen and four protesters suffered injuries after violent clashes broke out the rally in Radnevo, the Bulgarian interior ministry said on Thursday. Around 2,000 people joined the protest on Wednesday evening, following an incident in which four men of Roma origin assaulted three Bulgarians in a street row on Monday. The violence erupted when the crowd, shouting “Bulgaria for the Bulgarians”, “Bulgarians – heroes”, “Bulgaria above all” and various anti-Roma slogans, reached the Roma neighbourhood of Kantona, which was cordoned off by interior ministry special forces. Some of the protesters tried to break through the barricades and enter the Roma neighbourhood, throwing stones and fireworks at the policemen, who responded by dispersing the crowd with batons. According to Radnevo’s mayor Tenyo Tenev, the people who tried to break through the barricades were football hooligans from the nearby city of Stara Zagora. Speaking to public broadcaster BNT on Thursday, Tenev called on the people of Radnevo, a town of around 13,000 inhabitants, to protest peacefully. Tenev alleged that the incident that sparked the tensions was caused by one Roma family. “The people are fed up with the wrongdoings of this family, of their shameless, aggressive and arrogant behaviour,” he told media on Wednesday. The family has so far made no public response to the mayor’s allegations. Four people – a Roma man called Kalcho Ivanov and three of his relatives – were arrested and charged with attempted murder after they allegedly beat up three young men from Radnevo on Monday. One of the victims was admitted to hospital with a life-threatening knife-stab wound. The suspects‘ lawyer claimed however that one of the Roma men, Stefan Ivanov, was severely beaten up by the Bulgarians. People in Radnevo are now organising another rally, scheduled for Thursday evening.Meanwhile, people from the Roma neighbourhood told media that they are afraid for their lives and most of its inhabitants have temporarily left, moving in with friends and relatives outside Radnevo. Wednesday’s clashes were not unprecedented in Bulgaria, where in recent years tensions between people from Roma and ethnic Bulgarian backgrounds have erupted several times, usually over crime-related issues. The most violent clashes took place in 2011, when anti-Roma protests were held all over the country following tragic accidents in the southern Bulgarian village of Katunitsa which led to the deaths of two young Bulgarian boys. In 2015, protesters also occupied Roma ghettos in the southern Bulgarian village of Garmen, as well as in Sofa’s Orlandovtsi neighbourhood, but police prevented any violence from breaking out.

Source: Balkan Insight
Date: 05.50.2016

Bulgarien: Rassist filmt Angriff auf Roma-Teenager

Der 17jährige Roma-Teenager Mitko aus Bulgarien wurde letztes Wochenende geschlagen, weil er sagte: dass er und der Bulgare gleich sind. Der Angreifer, der 24 jährige Angel Kaleev, hat währenddessen mit seiner eigenen Kamera gefilmt und den Film auf Facebook hochgeladen. Der Vorfall ereignete sich in dem Dorf Ovchepoltsi, in der Nähe der Stadt Pazardzhika. Mitko berichtete den Bulgarischen Medien, dass der Angreifer sich ihm genähert hat, als er auf dem Rückweg vom Markt war. Kaleev fragte ihn „Was passieren würde, wenn er ihn schlagen würde“ und Mitko antwortete, dass das nicht passieren würde. „Danach fragte er mich, was passieren wird, wenn ich ihn nicht schlage?“ Ich sagte ihm, dass wir gleich sind. „Danach begann er mich zu schlagen“, sagte Mitko. Aleev schlug weiter, als Mitko bereits am Boden lag und fragte ihn “Sagst du mir, dass ich ein Gypsy bin?“ Einige Stunden später hat Kleev Mitko wieder getroffen, aber dieses Mal konnte der 17jährige fliehen. Der Täter wurde verhaftet und für 72 Stunden in Verwahrung genommen. Er sagte aus, dass er seine Tat nicht bereut. Đorđe Jovanović, Präsident des European Roma Rights Centre (ERRC) in Budapest sagte, dass Attacken wie diese ständig stattfinden.“ Meistens haben wir kein Video, das die Tat belegt, so dass die Menschen uns nicht vertrauen, wenn wir die Öffentlichkeit warnen. Roma erfahren nicht nur Attacken, sondern ebenfalls systematische Diskriminierung. In Ländern wie Ungarn, Tschechische Republik und Bulgarien werden Roma-Kinder in Sonderklassen segregiert, nur weil sie eine andere Hautfarbe haben”, sagte Jovanović. Er sagt, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Urteile gegen diese Segregation bekanntgegeben hat, aber diese Entscheidungen werden in manchen Ländern nicht umgesetzt.

Quelle: Dokumentationsarchiv
Stand: 28.04.2016

Bulgarien: Gruppe wollte Roma-Siedlung stürmen

Ort seit drei Wochen von Polizei abgeriegelt, auch Fußballhooligans an Protesten beteiligt

Sofia – Die ethnischen Spannungen in Bulgarien nehmen vor der Kommunalwahl im Herbst zu. In der Nacht auf Dienstag versuchten 50 bis 60 Personen, eine illegale Roma-Siedlung nahe dem südwestbulgarischen Dorf Garmen zu stürmen, meldete die bulgarische Nachrichtenagentur BGNES. Laut Polizeiangaben hatten sich die Randalierer auf eine Schlägerei mit den Roma vorbereitet.

Die Polizei, die das Roma-Viertel seit drei Wochen abriegelt, konnte die Gruppe demnach gegen 1.30 Uhr aufhalten. Die Situation in Garmen eskalierte Ende Mai, als ein Streit zwischen Dorfbewohnern und einer Roma-Familie in einer Massenschlägerei mit einer Dutzend Verletzten endete. Seitdem steht der Ort unter Polizeischutz, da die Behörden nicht ausschließen, dass der Konflikt ausufert. Anlass für diese Vermutung gibt die Teilnahme von rechtsradikalen Fußballhooligans an den darauffolgenden Kundgebungen der Dorfbewohner gegen die Kriminalität unter den Roma.

Schwelender Konflíkt

Der Konflikt war nicht der erste in Bulgarien. 2011 löste ein tödlicher Verkehrsunfall in Südbulgarien eine bis dahin beispiellose Anspannung zwischen der bulgarischen Bevölkerung des Landes und der Roma-Minderheit aus. Nun hat die Spannung zwischen Bulgaren und Roma auch in der Hauptstadt Sofia zugenommen. Seit vergangenem Wochenende protestieren bulgarische Familien gegen das „asoziale Verhalten“ der Einwohner eines der Roma-Viertel in der Millionenstadt. Am Montagabend kam es zu Ausschreitungen, als sich der friedlichen Kundgebung Fußballhooligans angeschlossen haben. Die Polizei hat 20 Menschen vorläufig festgenommen.

Die ethnische Spannung hat bereits auch für kontroverse politische Kommentare gesorgt. Konservative Politiker der Regierungskoalition in Sofia werfen der liberalen Minderheitspartei DPS Stimmenkauf in den Roma-Gettos vor. So behauptet der Vorsitzende des mitregierenden konservativen Reformblocks Radan Kanew, die illegalen Roma-Gettos in Bulgarien werden absichtlich geduldet. „Die asoziale Lebensweise der Roma-Gemeinschaft wird politisch unterstützt, denn nur ungebildete und sozial genötigte Menschen neigen leicht dazu, ihre Stimmen bei Wahlen zu verkaufen“, analysiert Kanew am Vorabend der Kommunalwahlen im Herbst. In kleinen Ortschaften, wie Garmen, könne der Stimmenkauf den Wahlausgang entscheiden.

Quelle: Der Standard
Stand: 16.06.2015

Antiziganismus in Bulgarien: Gewaltexzesse, deren Ursache offiziell geleugnet wird

Die Hetze rechtsextremer Parteien und Organisationen trifft in Bulgarien auf eine jahrhundertelang antiziganistische Tradition. Die Folge: Brutalste Gewaltexzesse gegen Roma sind keine Ausnahmen. Doch die politischen Verantwortlichen verschließen offiziell die Augen vor dem politischen Gehalt der Ausschreitungen.

Die Gründe für die Auswanderung von Roma in Bulgarien vor allem in westliche Staaten der EU, darunter auch die Bundesrepublik, liegen einerseits in der Hoffnung auf bessere ökonomische Perspektiven in den Aufnahmestaaten. Andererseits ist es der manifeste Rassismus der (weißen) Bevölkerungsmehrheit, der ebenfalls für die Emigration verantwortlich ist.

Die Zahl der in Bulgarien lebenden Roma ist schwer zu rekonstruieren. Laut den Angaben der letzten Volkszählung aus dem Jahre 2011 gibt es offiziell 325.000 Roma, was knapp fünf Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. Da aber davon auszugehen ist, dass die Befragten aus Angst vor Diskriminierung ihre eigene Identität häufig leugnen, ist eine deutlich höhere Zahl wahrscheinlich. (mehr…)

Bulgarian Roma Muster Self-Defense Teams in Answer to Far-Right Militias

A Roma organization in Bulgaria has created a platform for self-defense groups in response to reports of far-right vigilante patrols roaming the streats of Bulgarian capital Sofia. The platform is called Organization of Minorities for Defense against Violence (OMON), and has been created by the National Center for the Development of Roma in Bulgaria, reports Dnevnik.bg. Last ween far-right nationalist Bulgarian National Union leader Boyan Rasate announced the creation of militias, allegedly to secure the peace of Sofia residents. Rasate denied any racist motivations behind the move. At the same time, in the past weeks, there has been an increased number of cases of violence against immigrants and Bulgarians of minority ethnicity. Dnevnik.bg reports that the Roma Center plans involves „safeguarding Roma neighborhoods and places where public order is being disturbed.“ Center director Petko Asenov said that he has talked to Sofia police head Ivaylo Spiridonov and Vice-Chief Prosecutor Asya Petrova regarding rising tensions. He added that the platform is intended to include Roma people from across Bulgaria. Increased tensions and an apparent stirring up of the far-right – including the founding of a new, Neo-Nazi-like party – led to an antifascist rally in Bulgarian capital Sofia last Sunday. At the same time, activists warned that a planned new law regarding the Bulgarian police could pave the way to formalizing the vigilante militias.

Source: Novinite.com
Date: 21.11.2013

Roma-Mädchen: Griechisches Paar will Maria zurückhaben

Sie fordern ihre Freiheit – und Maria. Das griechische Roma-Paar will das blonde Kind zurückhaben, das bei ihnen entdeckt wurde. Derzeit sind die Zieheltern in Untersuchungshaft, die leibliche Mutter lebt in Bulgarien. Sie plante laut eigener Aussage, ihre Tochter eines Tages zurückzuholen.

Die Zieheltern in Untersuchungshaft, die leibliche Mutter in Bulgarien, das Kind bei einer griechischen Wohltätigkeitsorganisation: Nachdem die Herkunft der kleinen Maria geklärt ist, geht der Konflikt darüber los, wo das Kind in Zukunft leben soll. Das Roma-Paar, bei dem das blonde Mädchen in der vergangenen Woche entdeckt wurde, will Maria zurückhaben. Sie wollten das Kind wiederhaben, „weil sie diejenigen sind, die es aufgezogen haben, und sie es lieben“, sagte die Anwältin Marietta Palavra am Samstag.

Dem 39-Jährigen und der 40-Jährigen, in deren Obhut sich das Mädchen befand, wird Kindesentführung vorgeworfen. Sie sitzen derzeit in Untersuchungshaft. „Meine Mandaten werden Beschwerde gegen ihre Festnahme einlegen“, kündigte die Anwältin an.

Maria war in der vergangenen Woche in einer Roma-Siedlung in Griechenland gefunden worden. Das Mädchen fiel den Polizisten bei einer Kontrolle auf, da es mit heller Haut und blonden Haaren seinen angeblichen Eltern überhaupt nicht ähnlich sah. Der Mann und die Frau hatten in getrennten Vernehmungen vor einem Untersuchungsrichter angegeben, das Kind von einer bulgarischen Frau übernommen zu haben. „Es war eine nicht ganz legale Adoption, aber sie fand mit der Einwilligung der Mutter statt“, hatte ein Verteidiger gesagt.

Am Freitag ermittelten bulgarische Behörden schließlich die leibliche Mutter des Mädchens: DNA-Tests hätten bestätigt, dass die Roma-Frau Sascha R. das Kind zur Welt gebracht habe, teilte das Innenministerium in Sofia mit. R. und ihr Mann waren bereits am Donnerstag von der bulgarischen Polizei befragt worden. Die Frau soll in der Befragung angegeben haben, ihre sieben Monate alte Tochter vor einigen Jahren in Griechenland zurückgelassen zu haben. Nach eigenen Angaben handelte sie aus schierer Not und mangels gültiger Papiere – eines Tages wollte sie ihr Kind zurückholen, sagte die 35-Jährige. Die Frau hatte mit ihrem Partner vor Jahren als Olivenpflückerin in Griechenland gearbeitet.

Auch die falschen Eltern hätten R. als die Frau erkannt, die ihnen das Kind überlassen habe, sagte deren Anwältin. Sowohl die leiblichen Eltern als auch die Zieheltern beteuern, für das Kind sei kein Geld geflossen. Die griechischen Behörden müssen nun entscheiden, ob Maria nach Bulgarien geschickt wird, zu dem griechischen Roma-Paar zurückkehrt oder zur Adoption freigegeben wird.

Quelle: Spiegel Online
Stand: 26.10.2013

„Wie dreckige Zigeuner“ – Das Elend der Roma

Roma in Bulgarien, das bedeutet Armut, Elend und Rassismus. Deshalb gehen viele nach Westen – auch nach Deutschland. Vor allem die Mädchen, sie prostituieren sich. „Was sollen sie anderes machen?“

Im Sofioter Roma-Viertel Hristo Botev steht frisches Wasser in den Schlaglöchern. Es hat geregnet. Die Lichter der Flugzeuge, die auf dem nahe gelegenen Flughafen starten und landen, leuchten hell am wolkendüsteren Himmel. Kaum jemand ist auf der Straße.

Ivan schiebt seinen Schubkarren zu einem Müllhaufen. Früher, vor der Krise, lebte und arbeitete er acht Jahre lang im Ausland, in Spanien, erst als Schäfer, dann auf dem Bau, sagt er. Er spricht fließend Spanisch und zeigt stolz seine spanische Aufenthaltsgenehmigung. Aber als 2008 die Krise hereinbrach, verlor er sofort seinen Job.

Danach bekam er noch zwei Jahre lang Arbeitslosengeld, 420 Euro im Monat; als das zu Ende war, kam er zurück nach Bulgarien. Seine Frau und zwei Kinder ließ er in Spanien, die Frau arbeitet dort als Dienstmädchen. Vor der Krise, da dachten sie schon, sie hätten es geschafft, hatten eine Wohnung auf Kredit gekauft.

Nun muss der abbezahlt werden. Ivan verdient zehn Euro an einem guten Tag, gar nichts an einem schlechten, indem er Plastikflaschen aus dem Müll klaubt für ein paar Cent das Kilo. Mehr als 150 Euro im Monat ist damit nicht zu schaffen. (mehr…)

“Die Roma müssen weg!”

Antiziganismus in Europa: Während Bürger_innen von Marseille ungehindert von der Polizei zur Selbstjustiz greifen, um unliebsame Roma loszuwerden, können slowakische Behörden durch massiven Polizeieinsatz ein antiziganistisches Pogrom verhindern. Im bulgarischen Maglizh haben die Behörden über 30 von Roma bewohnte Häuser einreißen lassen.

Anwohner_innen des Marseiller Stadtteils Créneaux haben in der Nacht von Donnerstag auf Freitag knapp 50 Roma aus ihrem Camp vertrieben und die Unterkünfte mit allen Habseligkeiten anschließend in Brand gesetzt. Die Bürger_innen hatten bereits angekündigt, die Anwesenheit der Roma nicht länger zu dulden. Die Roma sind in Autos und Wohnwagen geflohen. Die Polizei rückte an, griff aber nicht ein. Da es nicht zu Gewalttaten gekommen sei, habe es auch keine Festnahmen gegeben, so die Logik der Behörden.
Bereits in den vergangenen Wochen hat die Polizei selbst etliche Camps räumen lassen und Hunderte Roma vertrieben. Auch die Anwohner_innen von Créneaux hätten sich von den Roma „belästigt“ gefühlt, zitiert die FAZ die zuständige Stadtteilbürgermeisterin, die Sozialistin Samia Ghali. Um dem „Stehlen“ und der „Verschmutzung“ Einhalt zu gebieten, hatten die Bürger_innen kurzerhand zur Selbstjustiz gegriffen. (mehr…)

Mit Feuer und Facebook gegen Roma

In Bulgarien kam es Ende September zu Massenaufmärschen und Gewalt gegen Roma. Auch in anderen europäischen Staaten werden die Wohnviertel der Roma zur Zielscheibe des Hasses. NGO sprechen von einer neuen Welle der Gewalt.

Vor allem Jugendliche seien auf den Straßen von Katunitsa gewesen und hätten Roma beschimpft und später Gebäude in Brand gesetzt, berichtet Teodora Krumowa von der bulgarischen NGO Amalipe. Zu dieser Gewalt kam es nach einem Autounfall am 23. September, bei dem ein 19jähriger Fußgänger gestorben war. Der Autofahrer gehöre zum Umfeld der organisierten Kriminalität, sagt Krumowa. Mit dem Opfer habe es zuvor eine Reihe von Konflikten gegeben.

Für die aufgebrachte Menge war völlig klar, dass der 19jährige vorsätzlich überfahren worden war. Der Beschuldigte ist für sie auch nicht Mitglied der Mafia, sondern Angehöriger eines mächtigen »Roma-Clans«. Dem Vorfall diese ethnische Dimension zu verleihen, sei äußerst gefährlich, sagt Krumowa. Drei Häuser brannten nieder, die dem Besitz der Organisation von Kiril Rashkov zugeordnet wurden, der lokalen Mafiagruppen vorsteht und für den der Verursacher des Unfalls arbeitete. »Die Polizei war vor Ort, sogar mit einem großen Aufgebot, ist aber trotz der eskalierenden Gewalt nicht eingeschritten«, kritisiert Krumowa. Die Menschen hätten gerufen, dass sie alle »Zigeuner« und Türken umbringen wollten. Dass diese beiden Gruppen in ­einem Atemzug genannt werden, sei für den Jargon der bulgarischen Rechtsextremen typisch. (mehr…)