Archiv der Kategorie 'Beiträge auf Deutsch'

Nellys Archetyp

Im Rahmen eines Fachgesprächs über »Antiziganismus und staatliche Filmförderung« wiederholte der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose (Foto), am Donnerstag abend in Berlin seinen Appell an den Südwestrundfunk (SWR), den Kinderfilm »Nellys Abenteuer« nicht auszustrahlen. Der Film strotzt von antiziganistischen Klischees. Roma erscheinen darin ausnahmslos als »Kleinkriminelle, Trickbetrüger, Bettler, beim Aufführen ›traditioneller‹ Tänze, als Kindesentführer usw.«, heißt es in einer Film­analyse von Pavel Brunßen (TU Berlin). Professor Urs Heftrich (Uni Heidelberg) bescheinigt dem Film die Zementierung eines »rassistischen Archetyps«. Der Kinderfilm war mit mehr als 930.000 Euro aus Steuermitteln finanziert worden, hatte 2016 das Filmfestival München eröffnet und lief vor einem Jahr im Kino, gelobt von Süddeutscher Zeitung, Märkischer Oderzeitung (»wichtige pädagogische Botschaft«) bis zu den Dresdner Neuesten Nachrichten (»Prächtiger Jugendfilm!«). »Vier Sterne und Daumen hoch« meinte die Jugendfilmjury der Filmbewertungsstelle. Geplant ist seine Ausstrahlung im SWR und auf Kika, dem Kinderprogramm von ARD und ZDF.

Quelle: junge Welt
Stand: 16.09.2017

“Nellys Abenteuer“ – ein zutiefst rassistischer Kinderfilm

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma wirft dem staatlich geförderten Kinderfilm “Nellys Abenteuer“ Antiziganismus vor – zu Recht. Dieser Film strotzt nur so vor rassistischen Stereotypen und es ist ein Armutszeugnis, dass diese während der Entwicklung des Films nicht bemerkt wurden. Noch erschreckender: Die Verantwortlichen sind sich bis heute keiner Schuld bewusst. Der Film soll bald im öffentlich-rechtlichen Kinderkanal ausgestrahlt werden.

“Hallo ich bin auch ein Roma-Kind, aber ist stehle nicht, ich frage immer vorher, bevor ich was nehme“, so stellte sich am Donnerstag ein junges Romni-Mädchen im Grundschulalter anderen Anwesenden bei einer Veranstaltung in Berlin vor. Wie kommt sie auf diese Idee? Sie hat zuvor den Kinderfilm “Nellys Abenteuer” gesehen – und dabei den Eindruck gewonnen, dass so eine Differenzierung nötig ist. (mehr…)

Kinderfilm zeigt Klischees über Roma: Klauen und feiern

„Nellys Abenteuer“ zeigt eine deutsche Familie der Mittelklasse in Rumänien. Dem Film, der bei Kika und SWR laufen soll, wird Antiziganismus vorgeworfen.

Nelly, ein weißes deutsches Mädchen, begegnet Roma, wird von ihnen zuerst beklaut und dann entführt: So beginnt „Nellys Abenteuer“. Das Spielfilmdebüt des Dokumentarfilmers Dominik Wessely wird nun heftig kritisiert, weil er Stereotype über Roma reproduziere.

In dem Film geht es um eine deutsche Familie der Mittelklasse, die nach Rumänien reist. In Sibiu wird sie zuerst von zwei Teenagern beklaut und dann von zwei Roma-Männern entführt. Sie bringen das Mädchen in ihr Dorf. Außer zu klauen und zu feiern scheinen die Dorfbewohner*innen keine Beschäftigungen zu haben.

Der Film soll bald in Schulen gezeigt werden, wo er mit pädagogischem Begleitmaterial zur Aufklärung über Roma beitragen soll. 2016 lief er bereits im Kino und soll demnächst im Fernsehen laufen – unter anderem bei KiKa und im SWR.

Romani Rose, der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, findet es unvorstellbar, dass in Deutschland ein Film mit einem derart antiziganistischen Inhalt im Kinderprogramm des öffentlich-rechtlichen Fernsehens ausgestrahlt wird.

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma kritisiert zwar den Film und den Regisseur, er gibt sich aber dabei große Mühe zu betonen, dass es Herr Wessely ganz bestimmt nicht böse meine. Er wolle sicherlich keine Vorurteile über Roma reproduzieren und weiterverbreiten.

Das Magazin Vice zitiert den Heidelberger Slawistik-Professor Urs Heftrich, „dass ‚Nellys Abenteuer‘ zwar vermutlich in der guten Absicht gedreht worden sein dürfte, Vorurteile gegenüber den Roma abzubauen, im Ergebnis dieses Ziel aber leider auf fatale Weise verfehlt“.

Letztlich ist es aber völlig egal, wer was beabsichtigt hat. Am Ende zählen nämlich nicht die Gedanken, sondern die Taten. Produktionen insbesondere über marginalisierte Kulturkreisen benötigen Begleitung und Beratung durch Expert*innen.

Quelle: taz.de
Stand: 20.09.2017

Studie zu Bildungswegen: „Sinti und Roma sind keine homogene Gruppe“

Im Alltag treffen Sinti und Roma häufig auf Vorurteile und Klischees. Auch im Bildungssystem sind sie vielfach Diskriminierungen ausgesetzt und haben schwierigere Startbedingungen. Wie schaffen einige es trotzdem, erfolgreich ihren Weg zu gehen? Der Soziologe Albert Scherr hat Sinti und Roma zu ihren Erfahrungen befragt. Im Interview erläutert er die wichtigsten Ergebnisse.

Für ihre Studie haben Ihre Mitarbeiterin Lena Sachs und Sie 25 junge Sinti und Roma interviewt, die studieren oder Akademiker sind. Mit welchem Ziel?

Wir wollten erfolgreiche Sinti und Roma sichtbarer machen und mehr über ihre Bildungskarrieren wissen. Denn gesellschaftlich sind solche Fälle nahezu „unsichtbar“. Stattdessen wird häufig behauptet, dass Sinti und Roma nur wenig gebildet sind, meist von Sozialleistungen leben und manche keinen festen Wohnsitz haben. Unsere Studie zeigt aber: Zwar verlassen manche früh die Schule oder erreichen keine höheren Bildungsabschlüsse, auch weil sie in Schulen Diskriminierungen erfahren. Andere finden jedoch Wege mit Benachteiligungen und Diskriminierung umzugehen und schaffen es bis an die Hochschulen. (mehr…)

Aufstand in Wileroltigen: «Diesen Transitplatz brauchen wir nicht!»

Das halbe Dorf folgte dem Aufruf des Wileroltiger Gemeinderats: An einem Treffen wurde der Widerstand gegen einen Transitplatz für Fahrende koordiniert. Es kamen so viele, dass der Saal im Gemeindehaus zu klein war. Der Gemeindepräsident ist in einer schwierigen Mission.

«Bitte nehmen Sie an diesem Anlass teil, wenn Sie sich auch mit aller Kraft gegen den geplanten Transitplatz Wileroltigen einsetzen möchten.» So lud der Gemeinderat die Bevölkerung zu einer «Zusammenkunft» am Montagabend ein. Der Saal im Gemeindehaus war bald mit über 100 Leuten voll und draussen warteten Dutzende weitere. Kurzerhand wurde das Treffen nach draussen auf den Platz verlegt.

Protest gegen Pläne des Kantons

Das Fazit aller Reden war: «Wir wollen und wir brauchen diesen Transitplatz nicht.» Applaus der etwa 150 Anwesenden. Wileroltigen wehrt sich gegen die Pläne des Kantons. Der Kanton Bern will neben dem Autobahnrastplatz in Wileroltigen einen offiziellen Transitplatz für Fahrende einrichten. Dort, wo seit zwei Jahren immer wieder Fahrende ihre Wohnwagen aufgestellt haben, derzeit sind es mehrere hundert. Die Fahrenden sollen sofort weg, hiess es am Montagabend in Wileroltigen; man stört sich an Fäkalien auf den Feldern, einer will gehört haben, Fahrende müssten in der Schweiz nichts bezahlen, die Gemeindepräsidentin der Nachbarsgemeinde Kerzers berichtet, es sei in ihrer Badi und in den Dorfläden ungemütlich geworden.

Koordinierter Widerstand

Die Bevölkerung von Wileroltigen – eingeladen vom Gemeinderat – hat an diesem Montagabend Arbeitsgruppen gegründet für den Kampf gegen einen Transitplatz. «Bei der Politik Druck machen», «eine Internetseite gestalten», «Aktionen auf die Beine stellen», solche Aufgaben haben die Arbeitsgruppen gefasst. Eine weitere soll den 14. August vorbereiten: An diesem Abend will der Berner Regierungsrat Christoph Neuhaus der Bevölkerung von Wileroltigen seine Pläne erklären. Er wird auf grossen Widerstand treffen. Gemeindepräsident Christian Grossenbacher (parteilos) geht davon aus, dass der Anstand am Infoabend des Kantons gewahrt bleibt: «Es ging heute gesittet zu und her und darauf zähle ich auch für den 14. August. Ich rechne damit, dass viele Leute kommen und sich einsetzen werden, aber immer so, dass man sich auch nachher noch in die Augen schauen kann.»

Quelle: SRF
Stand: 25.07.2017

Das «Hochrisikospiel» von Wileroltigen

Die von Wileroltigen geplante Grossdemonstration gegen den Transitplatz für Fahrende macht dem kleinen Dorf plötzlich Angst: Ein seriöses Polizeiaufgebot wird nötig – auch wegen der Heisssporne im eigenen Lager.

Hypernervös: So darf man die aktuelle Gemütslage der Wileroltiger Behörde umschreiben. Sie wirbt seit Wochen um Gefolgschaft bei ihrem Kampf gegen den auf Wileroltiger Boden geplanten Halteplatz für ausländische Fahrende. Sie will am 14. August mitten im Dorf mit einem landsgemeindeähnlichen Grossaufmarsch der Regierung demonstrieren, dass Wileroltigen den sogenannten Transitplatz um keinen Preis will. Hypernervös ist die Gemeindebehörde, weil sie nicht mehr sicher sein kann, dass sie die selber geweckte Oppositionsbewegung ohne weiteres zu lenken vermag. Vorgestern und gestern sah sich das Wileroltiger Bürgerkomitee nämlich genötigt, per Zensur gegen die Eskalation in den sozialen Medien vorzugehen. Und für den 14. August gehen Gemeindepräsident Christian Grossenbacher und der ortsansässige BDP-Grossrat Daniel Schwaar davon aus, dass sich zu den 370 Dorfbewohnern leicht 1500 auswärtige Protestierende gesellen könnten. (mehr…)

KZ Lety: Würdige Gedenkstätte statt stinkender Schweinefarm

Seit Jahren kämpfen europäische Roma dafür, die Schweinemast auf dem ehemaligen KZ-Gelände im tschechischen Lety zu schließen. Sie fordern einen würdigen Erinnerungsort statt der aktuell dort angesiedelten Mastanlage. Nun gibt es im Streit um das Gelände überraschend eine Einigung.

Während des zweiten Weltkriegs waren im sogenannten “Zigeunerlager” im tschechischen Lety über 1.300 Roma inhaftiert. Nach offiziellen Zahlen sind hier über 300 Menschen gestorben, die meisten anderen Gefangenen wurden später nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Bis heute liegen auf dem Grund eines nahegelegenen Sees in Lety die Überreste zahlreicher ertränkter Kinder. (mehr…)

„Zigeunerlager“ Auschwitz-Birkenau: Würzburg gedenkt ermordeter Sinti und Roma

Am 2. August 1944 starben in dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau 2.897 Sinti und Roma. Anlässlich eines internationalen Gedenktags ist auch in Würzburg an die Ermordung dieser Menschen erinnert worden.

Am Vormittag wurde am Mahnmal am Paradeplatz hinter dem Dom ein Kranz niedergelegt. Das 2005 eingeweihte Mahnmal besteht aus einem drehbaren Metallwürfel, der in Deutsch und Romanes die Inschrift zeigt: „Zum Gedenken an die Würzburger Sinti, die dem nationalsozialistischen Völkermord in Auschwitz und anderen Vernichtungslagern zum Opfer fielen“.

Friedenspreisträgerin hält Rede

Am Gedenken haben neben Vertretern der Stadt Würzburg auch Sinti und Roma aus Würzburg teilgenommen. Eine von ihnen war Rita Prigmore. Die Trägerin des Würzburger Friedenspreises 2013 hat zahlreiche Verwandte in Auschwitz verloren und hat zum Gedenken eine Rede gehalten.

„Unsere Aufgabe ist es heute, gegen jede Art von Rassismus zu kämpfen. Und wir müssen gemeinsam kämpfen und uns einsetzen. Der Rassismus und der Extremismus beginnen im Kleinen, im Alltag, schleichend. Deshalb bitte ich Euch von Herzen: geht auf Menschen zu, die aus der Gesellschaft ausgeschlossen sind, über die man schlecht redet und denkt. Sorgt dafür, dass jeder Mensch in Würde leben kann.“
Rita Prigmore, Trägerin des Würzburger Friedenspreises 2013

Vor allem ältere Menschen, Frauen und Kinder

Die in den Gaskammern des so genannten „Zigeunerlagers“ ermordeten Sinti und Roma waren vor allem ältere Menschen, Frauen und Kinder. 30 namentlich bekannte Würzburger Sinti wurden deportiert, nur vier überlebten. Kurz vor dem 2. August 1944 deportierten die Nazis alle arbeitsfähigen Sinti und Roma aus Birkenau nach Deutschland in andere Konzentrationslager. Dort mussten sie meist Zwangsarbeit für die deutsche Kriegswirtschaft leisten.

Quelle: Bayrischer Rundfunk
Stand: 02.08.2017

Zweiter-Weltkrieg-Gedenkstätte für Roma: Ein Schandfleck wird Geschichte

Eine Schweinemastanlage im böhmischen Lety weicht einer Gedenkstätte. Im Zweiten Weltkriege standen dort Internierungslager für Roma.

Die Schweinefarm auf dem Gelände des ehemaligen „Zigeunerlagers“ Lety in Südböhmen kommt weg. Das beschloss Ende Juli die Vollversammlung der Aktiengesellschaft AGPI Písek, die die Mast betreibt. Mit einer Mehrheit von 88 Prozent gaben die Aktionäre grünes Licht für den Verkauf der sieben Hektar großen Anlage an den Staat. Dort fristen in 13 Hallen jeweils 1.000 Schweine ihr Dasein.

Über 20 Jahre hat es bis zu dieser Entscheidung gedauert. Besonders im Ausland wurde kritisiert, dass die Schweinemast das Gedenken an den Völkermord an den Roma beschmutze. Das EU-Parlament hatte die Tschechische Republik in zwei Resolutionen dazu aufgerufen, die Schweinemast zu entfernen.

Das scheiterte bislang aber an der Forderung der AGPI Písek, der Staat möge den Umzug und den Bau einer neuen Mastanlage an einem weniger gedenkwürdigen Ort finanzieren. Einen Verkauf lehnte die Firma ab.

Die Proteste von Roma-Aktivisten scheinen die Schweinefarmer mürbe gemacht zu haben. Schon im September soll der Verkauf fix gemacht werden. Die Summe behalten beide Seiten bis dahin für sich. Laut Angaben des tschechischen Nachrichtenportals aktualně.cz, soll sie aber nicht höher sein als eine halbe Milliarde Kronen – knapp 20 Millionen Euro.

Ihnen fehlt das geschichtliche Bewusstsein

Anstelle der Schweinemast soll in Zukunft eine Gedenkstätte entstehen, die laut Kulturminister Daniel Herman vom Museum für Roma-Kultur und dem Komitee für die Entschädigung der Opfer des Völkermords an den Roma betrieben werden. „Die Gedenkstätte soll daran erinnern, dass hier erst ein Arbeits- und später ein sogenanntes Zigeunerlager stand“, sagt Herman.

Den Roma in Tschechien, die der latente Antiziganismus der Mehrheitsbevölkerung in Ghettos treibt, ist der Bau einer Gedenkstätte in Lety egal. Ihnen fehlt das geschichtliche Bewusstsein. Die meisten Roma, die heute in Tschechien leben, sind erst nach dem Krieg aus der Slowakei gekommen. Und sie haben andere Probleme: Armut, Bildungsferne und die Diskriminierung durch die „weißen“ Tschechen. Daran wird auch eine Gedenkstätte in Lety nicht viel ändern.

Das weiß auch Premier Bohuslav Sobotka. Der meinte vor drei Jahren, der Staat solle lieber Geld in die Schulbildung der Roma oder eine Verbesserung ihrer Lebensumstände stecken. Besonders unpopulär ist die Entscheidung, die Schweinemast aufzukaufen, in der Bevölkerung. Nicht nur, weil die Roma eine verhasste Minderheit sind – über 80 Prozent der Tschechen würden laut Umfragen keine Roma als Nachbarn wollen. Sondern auch, weil das „Zigeunerlager“ Lety das eigene Geschichtsbild stört.

Lety wurde noch vor dem Einmarsch der Deutschen und vor Errichtung des Protektorats Böhmen und Mähren geplant, als Sammellager für Arbeitsscheue. Auch wenn es die deutschen Besatzer waren, die Lety als „Zigeunerlager“ in ihren Vernichtungsfeldzug in Mitteleuropa eingliederten, so waren es Tschechen, die dort die Arbeit verrichteten. Zwischen August 1942 und Mai 1943 waren 1.308 Roma in Lety interniert. Katastrophale Hygienebedingungen führten zum Ausbruch einer Typhusepidemie, an der die meisten der 327 Todesopfer des Lagers starben.

Der Rest wurde nach ­Auschwitz deportiert. Es heißt, sie sollen in solch einem erbärmlichen Zustand gewesen sein, dass selbst die Wärter so etwas wie Mitleid empfanden.

Quelle: taz.de
Stand: 03.08.2017

Biografie von Romani Rose: Die erste Demo in ihrer Geschichte

Der Ballast der NS-Diktatur wog noch schwer, als Romani Rose den Kampf um Anerkennung der deutschen Sinti und Roma begann.
Romani Rose ist in Deutschland ein geachteter Mann. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, dessen Vorsitzender der 71-Jährige ist, ist die politische Vertretung der größten Minderheit des Landes, die hier seit 600 Jahren ansässig ist.

Roses eben erschienene Biografie belegt, dass es alles andere als normal ist, als Sinto in Deutschland ein geachteter Mann zu sein. Die Autorin Behar Heinemann, eine Romni aus dem Kosovo, die in den frühen 1990ern eingewandert ist, nimmt die Leserschaft mit auf eine 224-seitige Zeitreise in eine Bundesrepublik, in der es völlig unvorstellbar war, sich mit Stolz „Sinto“ oder „Rom“ zu nennen. (mehr…)